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Zwingergeschichte der cookie
box
ja, wie fing denn alles an?
Ich sah einen Hund in einem Auto sitzen, ruhig und freundlich, braun weiß
und rauhaarig und dachte: netter Mischling, jetzt muß ich herausfinden,
wo der herkommt. In der Zeitschrift „Das Tier“ stieß
ich dann zufällig auf einen Artikel über diese Rasse, nun machte
ich mich auf die lange Suche, denn ich wollte nicht nur einen Hund, sondern
auch noch eine Hündin zum züchten. Nachdem ich mit Goldhamstern
und Fischen (Maulbrütern) meine Begeisterung am Züchten erprobt
hatte, wollte ich mir nun mit dem Hund diese Möglichkeit offen halten.
Mein Wunsch löste bei den meisten Züchtern eher Skepsis aus
als Zuspruch, wir machten famliliäre Großausflüge in landschaftlich
schöne Gegenden, um möglichst mehrere Züchte an einem Wochenende
zu besuchen, um uns vorzustellen und ihre Hunde kennenzulernen. Schließlich,
nach eineinhalb Jahren! wurde mir eine Hündin durch Herrn Nohse in
Holland angeboten.
Also planten wir kurz entschlossen um und verbrachten die Pfingstferien
dort, Nähe Keukenfields. Ich hatte mich sofort in eine kleine, quirlige
Hündin verliebt, zuchttechnisch eher nicht geeignet (sie war die
kleinste und zierlichste des Wurfes), und so holte ich dann schließlich
2 Wochen später meine Biskit Lado da Zanja ab.
Sie entwickelte sich gut, war zur Körung immer noch etwas zierlich,
bestand aber alle Prüfungen mit Bravour. Nun wurden die Vorbereitungen
für unseren ersten Wurf getroffen, nachdem alle Formalitäten
mit dem Verein erledigt waren. Der Rüde, Coolio v. Brunnenweg wurde
auserkoren und schon im Vorfeld besucht, die beiden mochten sich und die
Hundehochzeit gelang dann auch gut.
Die Geburt nach 2 Monaten war dann deutlich stressiger. Biskit hatte trotz
Homöopathie zu wenig oder zu schwache Wehen, so dass wir um jeden
nächsten Welpen bangten, bis er/sie endlich lebendig da war. Als
alle 5 dann munter an den Zitzen saugten, lehnten wir uns erschöpft
zurück. Rückblickend denke ich, dass wir viel Glück hatten
und zudem auch die Unterstützung einer erfahrenen Züchterin,
die mit ihrer Erfahrung immer wieder Ruhe reinbrachte. Käufer zu
finden war kein Problem, eher die Auswahl, denn wir mussten natürlich
viele enttäuschen.
Wir planten den 2. Wurf mit Biskit, als das Unglück geschah...
im Nachhinein konstruierten wir es so...
Biskit schien mir auf einmal am Morgen müde, war aber nachmittags
fit. Nach 1 1/2 Wochen kam Durchfall und Erbrechen dazu, beides war nicht
zu stoppen; wir fuhren zum Tierarzt.
Der konnte nichts erkennen und so bekam sie erstmal eine Infusion, damit
der Wasserverlust ausgeglichen wurde.
So verbrachten wir jeden Tag des folgenden Wochenendes.
Montag Morgen konnte Biskit nicht mehr aufstehen, bzw. wirkte wie betäubt
und um 7 Uhr waren wir auf dem Weg in eine spezielle Tierklinik. Alle
Untersuchungen erbrachten nichts, Biskit starb noch am selben Nachmittag
in meinen Armen.
Ursache für dieses Geschehen war wohl ein Bio-Rasendünger (eine
Mischung aus Rhizinusschrot und Hornspäne), den auch Freunde von
mir in ihrem Garten benutzt hatten, und an dem in diesem Zeitraum etliche
Hunde starben, weil hochgiftiges Rhizin-Öl entsteht, wenn der Schrot
nicht hoch genug erhitzt wird. So verlief die Vergiftung bei Biskit durch
die geringen Mengen sehr unbemerkt, bis es zu spät war. Biskit war
gerade 4 Jahre alt nichts kann einen treuen Freund ersetzen. Der Abschied
schmerzt. immer noch.
Gesundheit A-Wurf von der cookie-box:
Die Hunde sind heute 8 Jahre alt (Wurfdatum 24.10.1999).
2 hatten von Anfang an Hyperkeratose
2 hatten von Anfang an Hyperkeratose
1 Hündin hat seit dem 3. Lebensjahr rheumatische Schübe, die
durch tägl. Teufelkralle im Futter kaum mehr auftreten
1 Rüde hat eine Autoimmun-Erkrankung; bei ihm heilte die Schwanzspitze
nicht mehr; sie ist inzwischen inzwischen kupiert. 1 Hündin ist im
Frühjahr 2008 an Herzversagen gestorben. 1 Rüde und eine Hündin
sind bis heute gesund und fit.
solche Gesundheits-Resultate machen nachdenklich ....
Und ich ließ mir viel Zeit, um eine möglichst gesunde Hündin
für die weitere Zucht zu finden. Am 2.4.2002 wurde Curry vom Isarflimmern
geboren, meine jetzige Zuchthündin und erfolgreiche Mama von 22 Cookies,
dem B / C / D- Wurf von der Cookiebox.
Sie ist eine sehr freundliche, ruhige Hündin, die am liebsten allen
Problemen aus dem Weg geht und von klein auf eher große Bögen
um fremde Objekte machte, als direkt darauf zuzugehen. Sie lief als Junghund
häufig auf den Hinterbeinen und es hat eine Weile gedauert, bis ich
darin ihre Ängstlichkeit und nicht nur ihr Zirkustalent sehen konnte.
Sie ist kein verspielter Hund, lernt aber jeder Zeit mit Begeisterung
neue Tricks.
Nach 12 Jahren Zucht kenne ich die Kromi-Welt mit all ihren schönen
und problematischen Seiten. Im Austausch mit einigen langjährigen
Züchtern erfuhr ich immer mehr über die Vererbung von Krankheiten
bei den Kromfohrländern und begann mich mit Vererbungslehre und Genetik
zu beschäftigen. Da wird’s dann mit der Zucht ziemlich kompliziert,
wenn man alle Faktoren in Betracht ziehen möchte.
Das Thema Gesundheit interessierte mich schon immer in meinem Leben und
so fand ich einen Tierheilpraktiker Kurs, mit dem ich meine Kenntnisse
tierspezifisch vertiefen kann, um „meinen Hunden“ zu helfen
und heilend oder lindernd meine Hundebesitzer zu unterstützen.
Es ist nicht meine Art den Kopf in den Sand zu stecken und so begann
alles mit einem Stammtisch für Züchter, denen das Wesen und
die Gesundheit der Hunde am Herzen lagen.
In einigen Jahren hatte sich ein netter Freundeskreis entwickelt, in dem
engagiert nachgedacht, diskutiert und beraten wurde.
Aus diesem Kreis entstand die Basisgruppe der IGRK, die sich vom RZV trennte
um ihre Ziele, Gesundheit und Wesen der Kromfohrländer langfristig
zu verbessern. Der hohe Inzuchtwert, erliegt über 50 %, lässt
sich nur durch Einkreuzen phänotypisch ähnlicher reinrassiger
Hunde oder Mischlingshunde beeinflussen.
So entwickelten wir ein eigenes Einkreuzprogramm, was durch ein auf unsere
Bedürfnisse zugeschnittenes Zuchtbuch gezielt verfolgt werden kann.
Dies ist ein langfristiges Projekt, das in 15-20 Jahren zeigen wird, wie
wir auf dem Weg vorangekommen sind und welche Schritte zum Erfolg oder
Misserfolg führen.
Seit Januar 2008 habe ich Nuria, eine kleine Kromi-Mischlingsdame in meinem
Haushalt. Ihre Züchterin züchtet ihre weiteren Würfe innerhalb
der IGRK. Ich beobachte die Wesensähnlichkeiten und Unterschiede
zu den reinrassigen Hunden mit Freude.
Sie ist sehr vital und verspielt, will ohne Ende Unterhaltung, fügt
sich aber auch, wenn die Spielzeit zu Ende ist und gibt Ruhe. Sie hat
mehr eigenen Kopf (ohne so stur zu sein wie ein Terrier), mit Druck und
Aergern erreicht man bei ihr gar nichts, jedoch ist sie immer bereit,
mit einen fröhlichen, lustigen Ton geforderte Aufgabe zu erledigen.
Ich bin eher ein sachlicher, funktionaler Mensch und lerne nun dank Nuria,
dass Quatsch zu machen auch ans Ziel führt.
Mit ihr werde ich die nächste Generation im Einkreuzprojekt züchten,
und hoffen, dass dies unser Anliegen in der IGRK einen Schritt weiter
bringt.
Aber erstmal erwarte ich gespannt den E-Wurf von der cookie box im Juli
2008....
©Maria Krahs-Dugger, Mai 20008

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